Über uns
Bessere Qualität, fair bezahlt – an der Kasse wie am Ursprung.
Bessere Qualität, fair bezahlt – an der Kasse wie am Ursprung.
Alles begann in der Küche
Bei uns gehen Unmengen Vanille durch die Küche. Meine Freundin kocht viel und achtet darauf, was in den Töpfen landet.
Herkömmliche Glace-Rezepte empfehlen eine Schote pro Liter; bei uns ist es deutlich mehr. Daraus wurde eine Rechnung: zwei Schoten im Röhrchen, fünf Franken, dünn und trocken. Aufs Kilogramm gerechnet gegen tausend Franken – und kaum Mark darin.
Tagsüber analysiere ich Unternehmen für Aktienfonds. Die langfristig wichtigen Fragen sind verblüffend oft dieselben: Was kostet die Produktion? Wie effizient ist die Logistik? Und vor allem: Verdient hier jemand am Kunden – oder mit ihm?
Zwischen der Plantage und dem Schweizer Verbraucher stehen vier bis fünf Akteure. Jeder schlägt seine Marge auf den Preis. Keiner verbessert das Produkt. Der Weltmarktpreis liegt heute bei einem Bruchteil des Höchststands von 2017. Im Regal ist davon wenig zu sehen. Nicht die Vanille bestimmt den Preis eines Röhrchens, sondern der Weg. Bei Kleinstmengen kostet die Verpackung zudem schnell mehr als die Vanille darin.
Wie es anders geht, stand längst in meinem Bücherregal. Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship an der FU Berlin, gründete 1985 die Teekampagne: eine Sorte, direkt vom Teegarten in Darjeeling, nur in Grosspackungen. Sein Konzept behandelte er nie als Geheimnis, sondern als Vorlage. Ich habe ein Jahrzehnt gebraucht, um ihn beim Wort zu nehmen.
Via Serica kauft direkt beim Produzenten und verkauft je eine Sorte in Grosspackungen. Entsprechend schlank ist die Logistik: kein Zwischenhandel, wenig Verpackung und viel Inhalt. Vanille und Zimt passen in einen Brief – ein Paket braucht es nicht. Was auf dem Weg entfällt, bleibt beim Erzeuger und beim Kunden.